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In 12 (Musik-)Bücher durch das Jahr

In meinem Newsletter High Five empfehle ich jeden Monat ein Musikbuch. Gestartet habe ich diese Reihe, weil ich endlich mal etwas Sinnvolles in meinen Übepausen tun wollte. Zumindest sinnvoller, als am Smartphone Zeit zu verbringen. Gesagt, getan teile ich meine Buch-Tipps nun regelmäßig auch mit anderen. In dieser Liste möchte ich die 12 Musikbücher vorstellen, die mich dieses Jahr besonders geprägt und beeinflusst haben.

Welche Musikbücher muss man 2022 gelesen haben?

Januar

Motivieren zur Musik - Nicolai Petrat

Motivieren zur Musik

Ein Titel, wie er den Jahresbeginn kaum passender einläuten könnte. Besonders für Lehrkräfte ein bereicherndes Werkzeug im Unterricht, da Nicolai Petrat verhaltenspsychologische Erkenntnisse in sein Buch einfließen lässt. Natürlich lässt sich damit aber genauso gut auch die eigene Motivationslosigkeit etwas überwinden.

Februar

Jazz Piano Voicing Concepts (Workbook)

Im Februar hatte ich Peter Laib zu Gast im Podcast. Die meisten werden ihn sicher als Tubist der Ernst Hutter Original Egerländer Musikanten und der Urban Brass Band Moop Mama kennen. Allerdings arbeitet Peter auch als Komponist. Im Podcast hat er verraten, dass er gerade seine Klavier-Fertigkeiten auf Vordermann bringt. Zusammen mit diesem Arbeitsbuch (Workbook) von Philipp Moehrke.

März

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - Proust

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Mein Gast Christian Pabst nutzte die Corona-Pandemie, um endlich Marcel Proust epochales Werk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zu lesen. Musikalisch ist daraus Balbec entstanden. Bereits der Titel ist eine Anspielung auf Proust.

April

Effortless Mastery

Effortless Mastery

Das Buch Effortless Mastery des Pianisten Kenny Werner habe ich zum ersten Mal während des Studiums gelesen. Damals auf Empfehlung von Frank Sikora. Im April bin ich durch Zufall auf eine Masterclass bei YouTube mit Kenny gestoßen. Ein Griff ins Regal und das Buch lag wieder in meinem Übezimmer.

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Mai

Mentales Training für Musiker

Mentales Training für Musiker

Im professionellen Sport gehört mentales Training bereits seit langer Zeit zum Alltag von Spitzenathlet*innen. In der Musik hingegen hinkt diese Entwicklung noch zurück. Renate Klöppel hat mit ihrem Buch einen bemerkenswerten Einstieg hierfür geliefert.

Juni

But beautiful Geoff Dyer

But beautiful

Im Jazz vermischen sich bekanntes Repertoire mit individueller Improvisation. Ein Sprache mit eigenem Vokabular entsteht. Man erkennt sofort, sobald eine Phrase nicht hinein passt. Geoff Dyers Buch funktioniert auf die gleiche Art und Weise. Es portraitiert bekannte Musiker*innen der Zeit auf ungewöhnliche und interessante Art und Weise. Ob jede Anekdote dabei ganz der Wahrheit entspricht, findet der/die Leser*in nur heraus, wenn sie Jazz spricht.

Musikbücher für die zweite Jahreshälfte

Juli

Also sprach Arnold Jacobs

Also sprach Arnold Jacobs

Bereits mit Peter Laib konnte ich kurz die berühmte Methode von Arnold Jacobs besprochen. Als ich im Juli die Gelegenheit hatte mit Florian Hatzelmann einen weitere Tubist im Podcast zu begrüßen, wollte ich natürlich auch von ihm wissen, wie er zu dieser Methode steht.

Das Besondere: Auch für alle Nicht-Tubisten stehen in Jacobs Buch viele gute und wichtige Punkte. Sein Credo stellt die Musik in den Fokus aus der sich dann alle weiteren technischen Fragen ableiten lassen.

August

Die Kunst der Lehre - Waloschek, Gruhle

Die Kunst der Lehre

Das Musiklernen hat seine eigenen Schwierigkeiten und Problemstellungen. Wer um diese weiß, kann seinen Student*innen bestmöglich helfen. Der Sammelband von Maria Anna Waloschek und Constanze Gruhle ist ein aktuelles (2022 erschienen) Praxishandbuch für Lehrende. Der Erkenntnisgewinn als Studierende*r ist aber keinesfalls geringer.

September

Handbuch Üben

Handbuch Üben

Mit Eckart Altenmüller ging für mich die Beschäftigung mit Musikpädagogik während des Studiums so richtig los. Für meine Bachelor-Arbeit kaufte ich mir damals dieses Buch – ein Sammelband mit unzähligen Aufsätzen. Einige davon auch von Eckart Altenmüller. Als er mir für ein Interview im Podcast zugesagte, ging mein Griff wieder sofort ins Regal. Ein Buch zum Besitzen und Immer-Wieder-Lesen.

Oktober

12 Notes on Life and Creativity

12 Notes on Life and Creativity

Normalerweise empfehle ich nur selten englisch-sprachige Bücher. Als ich dieses Buch von Quincy Jones entdeckt habe, habe ich gern eine Ausnahme gemacht.

November

Üben hilft eben doch - Buch

Üben hilft eben doch

Die Dichte an Publikationen von Eckart Altenmüller ist immens. Rechnet man noch die Bücher dazu, zu denen er ein Vorwort beigesteuert hat, wird die Liste ungleich länger. Angelika Stockmann hat in ihrem Leitfaden-Buch viele praxisnahe Tipps und Beispiele zusammengetragen, wie gutes Üben Musiker*innen weiterbringt. Es eignet sich sowohl perfekt zum Lesen am Stück, als auch als Glossar, in dem man immer wieder schmökert, um sich Anregungen zu holen.

Dezember

Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht - Andrea Petkovic

Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht

Meine Faszination Erkenntnisse aus den Sportwissenschaften in die Musik zu übertragen wurde wahrscheinlich im Laufe des Jahre an der ein oder anderen Stelle bereits deutlich. Wenngleich wichtige Parameter wie Klangqualität und Gefühl in diesen Studien logischerweise fehlen, so finde ich, dass Musiker*innen und Sportler*innen doch eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten haben: Die Woche eine Wiederholung immer gleicher Tage, die Monate eine Wiederholung immer gleicher Wochen. Am Ende des Jahres: Da Capo. „Das Überwinden von Hindernissen ist Teil der DNA eines jeden Sportlers.“ schreibt Andrea Petković. Das gilt auch für Musiker*innen.

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