Zum Inhalt springen

Wie übt eigentlich Max Frankl?

Hast Du einen bewusst gewählten freien Tag in der Woche ? Wie leicht fällt es Dir , guten Gewissens diesen Tag auch wirklich frei zu halten ?

Ich bin sehr inspiriert vom Sport – das war schon immer so. Ich hab Sport gemacht bevor ich Musik gespielt hab (Fußball, sehr unerfolgreich), dann Volleyball (sehr erfolgreich). Für mich sind die Analogien zwischen Sport und Musik ganz offensichtlich und mir hilft das total, mich wie ein Sportler zu benehmen.

Ich hab vorhin ja bereits erwähnt, dass ich Pausen mache, weil ich nämlich weiß, dass Training nur so gut ist, wie die Pause, die man danach macht. Und deswegen fällt es mir überhaupt nicht schwer, mal einen Tag frei zu halten. Normalerweise ist es das Wochenende bzw. dass ich hier nur Sachen mache, die mir super Spaß machen (das kann dann auch die Gitarre sein). Ich hab gar kein Problem mit Pausen, weil für mich ist die Pause genau gleich wichtig, wie das Üben und deshalb habe ich in der Pause auch kein schlechtes Gewissen.

Ich denke nicht, dass man zu spannenden Ergebnissen kommt, wenn man jeden Tag zehn Stunden in seinem Zimmer sitzt, sondern man muss auch das Leben erleben. Das kommt auch in die Musik dann. Darüber hinaus ist es so, dass man auch die Pausen braucht, um das alles zu verarbeiten, was in den Kopf oder in die Muskeln eingibt.

“Für mich sind die Analogien zwischen Sport und Musik ganz offensichtlich und mir hilft das total, mich wie ein Sportler zu benehmen. Ich hab vorhin ja bereits erwähnt, dass ich Pausen mache, weil ich nämlich weiß, dass Training nur so gut ist, wie die Pause, die man danach macht.”

(Max Frankl)

Early Bird oder lieber spät am Abend üben?

Ich bin total der Frühaufsteher. Von 08 Uhr bis 12 Uhr ist meine super Zeit, da bin ich total fit. Dagegen spät am Abend üben ist nicht so mein Ding.

Was lernst (übst) Du gerade, was Du noch nicht kannst ? (auch gerne nicht-musikalisch)

Was ich seit Jahren in meiner Academy übe ist, wie Menschen lernen. Ich hab bewusst diese Academy digital gemacht und das aus dem Grund, weil ich einfach örtlich unabhängig sein wollte. Ich habe Familie in der Nähe von München, ich selbst lebe in Zürich, habe viele Freunde in New York, Berlin und München und ich wollte einen Status erreichen, wo ich einfach auch mal einen längere Zeit irgendwo anders sein kann und trotzdem meine Arbeit weiter machen kann. Dabei rausgekommen ist, die Max Frankl Academy, die meinen Wunsch zu unterrichten und meine Begeisterung fürs Lernen mit dem was mich wirklich interessiert (nämlich E-Gitarre bzw. eher Jazz-Gitarre).

Was ich dort lerne ist genau wie Menschen lernen. Diese Academy-Arbeit ist wie ein Intensiv-Kurs. In jeder Podcast-Episode, in jedem Online-Kurse, den ich gebe und in der Facebook-Gruppe, ist es so spannend wie Menschen lernen, herausfinden was wichtig ist und was nicht so wichtig ist. Wie gut sie sich zum Beispiel in einem Online-Kurs betreut fühlen. Das alles ist für mich wahnsinnig spannend herauszufinden. Daher ist die größte Lernwiese für mich die Max Frankl Academy, wo ich versuche die bestmögliche Arbeit für die Leute zu machen.

Welchen Tipp würdest Du Deinem jüngerem, Erstsemester-Musikstudenten-Ich gerne mitgeben, um den Du damals froh gewesen wärest?

Arbeite weiter so hart, wie du immer schon gearbeitet hast. Das ist der richtige Weg. Du musst etwas investieren, damit es vorwärts geht. Dann würde ich sagen: Mach dir keine Sorgen über die Zukunft – es wird alles ganz gut (Anm. d. Red: lacht im Gespräch) und folg einfach dem, was dich begeistert. Und das ist wirklich eine Lehre aus meiner Laufbahn.

Immer, wenn ich Dinge gemacht habe, die mich wirklich begeistert haben, dann hat es auch Früchte getragen. Und das würde ich meinem jüngeren Ich raten: Mach einfach die Sachen, die dich begeistern, und geh dahin, wo du dich wohlfühlst. Und wenn irgendetwas ist, wo du dich nicht so wohlfühlst, oder du nicht so viel Spaß hast, dann sag einfach „Leute, es ist nicht mehr meins. Ich möchte woanders hingehen.“. Abgesehen davon würde ich sagen: Vertraue darauf, dass du mit regelmäßiger Arbeit da hin kommst, wo du hin willst. Aber gib nicht auf. Sei in Momenten, in denen es schwierig wird nicht so „Oh, es ist schwierig, vielleicht ist es doch nicht das richtige für mich“ – sondern denk in diesen Momenten, dass es genau richtig ist weiterzumachen.

“Arbeite weiter so hart, wie du immer schon gearbeitet hast. Das ist der richtige Weg. Du musst etwas investieren, damit es vorwärts geht”

(Max Frankl)
Seiten: 1 2

Join the conversation

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert