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	<title>Trompete &#8211; what is practice</title>
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	<title>Trompete &#8211; what is practice</title>
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		<title>Wie übt Trompeter Marvin Frey?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Patrick Hinsberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Feb 2025 11:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Wie übt eigentlich..?]]></category>
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		<category><![CDATA[Trompete]]></category>
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					<description><![CDATA[Marvin Frey ist Trompeter, Kaffee-Nerd und wohl einer der ausgeglichensten Musiker, die mir begegnet sind. Sein Übe-Tag startet morgens am liebsten mit &#8211; natürlich &#8211; einem frischen Kaffe aus der Aeropress und seinem Taschenspiegel. Mit ihm trainiert er unabhängig vom Instrument wesentliche Körperfunktionen &#8211; sein wichtigstes Ritual am Tag. Er spielt bei Moop Mama, tourt&#8230;&#160;<a href="https://what-is-practice.de/wie-uebt-eigentlich/wie-ubt-trompeter-marvin-frey/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Wie übt Trompeter Marvin Frey?</span></a>]]></description>
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<p>Marvin Frey ist Trompeter, Kaffee-Nerd und wohl einer der ausgeglichensten Musiker, die mir begegnet sind. Sein Übe-Tag startet morgens am liebsten mit &#8211; natürlich &#8211; einem frischen Kaffe aus der Aeropress und seinem Taschenspiegel. Mit ihm trainiert er unabhängig vom Instrument wesentliche Körperfunktionen &#8211; sein wichtigstes Ritual am Tag. Er spielt bei <strong>Moop Mama</strong>, tourt mit dem <strong>Glenn Miller Orchestra</strong> und ist ein viel gefragter Sideman, der sich scheinbar mühelos zwischen den unterschiedlichsten Musikstilen bewegt.&nbsp;</p>



<p>Wir sprechen darüber, wie man sich selbst beim Üben nicht im Weg steht,&nbsp;warum&nbsp;gute Routinen nicht starr sein dürfen&nbsp;und warum es so wichtig ist, sich&nbsp;<strong>am Ende eines Übe-Tages gut zu fühlen.</strong>&nbsp;Es geht um Flow, Motivation und warum man sich mit 25 noch nicht als fertiger Musiker fühlen muss.</p>



<p>Ein Gespräch über das&nbsp;<strong>Schöne am Dranbleiben, den Spaß am Fehler-Machen und die Magie von Musik.</strong></p>



<div style="height:40px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lieber hören statt lesen?</h2>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das Interview</h2>



<h3 class="wp-block-heading" style="text-transform:uppercase">Inhalt</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="#entweder">Entweder-oder-Fragen</a></li>



<li><a href="#start">Womit startet dein Üben?</a></li>



<li><a href="#routine">Fester Bestandteil der Routine</a>
<ul class="wp-block-list">
<li><a href="#planung">Planung: Struktur im musikalischen Üben</a></li>
</ul>
</li>



<li><a href="#ideen">Kreative Übe-Ideen</a></li>



<li><a href="#improvisation">Improvisation üben</a></li>



<li><a href="#schwere-stelle">Schwere Stellen üben</a></li>



<li><a href="#flexibiltät">Flexibilität: Mental und auf dem Instrument</a></li>
</ul>



<p><strong>Die erste Frage, mit der es immer losgeht, lautet, vervollständige folgenden Satz.Üben heißt für dich?</strong></p>



<p>Zeit mit mir selbst verbringen und an mir arbeiten.</p>



<p><strong>Welche Musik, Album oder Künstler läuft bei dir gerade in Dauerschleife?</strong></p>



<p>Jetzt auf der Hinfahrt war es Wynton Marsalis,&nbsp;<em>Hot House Flowers</em>.</p>



<p><strong>Ganz tolles Album. Und würdest du sagen, dass es einen Künstler gibt, der dich auf dein Spiel bezogen, sehr geprägt hat, wie so eine Art Vorbild?</strong></p>



<p>Ja, doch. Einige tatsächlich. Wynton auf jeden Fall. Till Brönner, Gerard Prescencer, Freddy Hubbard und Brian Lynch auch noch. Ich glaube, das sind die Größten</p>



<p><strong>Und dann wahrscheinlich spezielle Eigenschaften aus ihrem Spiel oder generell einfach die Typen als Jazz-Persönlichkeit, Jazz-Musiker?</strong></p>



<p>Ja, immer so die Mischung aus beidem, würde ich sagen. Ich finde, der Mensch hinten dran ist auch total spannend und sorgt sehr dafür, wie man jemanden wahrnimmt. Wenn man weiß, okay, das ist eine tolle Persönlichkeit, dann ist man automatisch nochmal begeisterter von der Musik. So geht es mir zumindest.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="entweder">Entweder-Oder-Fragen</h2>



<p><strong>Ich habe für alle, die dich noch nicht so gut kennen, ein paar Entweder-Oder-Fragen dabei, die ich dir gerne stellen würde. Du hast einen Joker. Karneval oder Oktoberfest?</strong></p>



<p>Oktoberfest.</p>



<p><strong>Buch oder Hörbuch?</strong></p>



<p>Hörbuch.</p>



<p><strong>Hörbuch oder Podcast?</strong></p>



<p>Podcast.</p>



<p><strong>Was hörst du gerade?</strong></p>



<p>„Alles gesagt“ Podcast von der ZEIT.</p>



<p><strong>Das ist</strong><strong> </strong><em><strong>der Podcast dieser Erde</strong></em><strong>. Kaffee-Nerd oder Foto-Guru?</strong></p>



<p>Auf jeden Fall Kaffee-Nerd.</p>



<p><strong>Du hast aber auch so ein kleines Fotoexperiment am Laufen, oder?</strong></p>



<p>Ja, ich habe das mal ausprobiert. Macht auch Spaß. Aber Kaffee, das ist schon eine lange, lange Liebe, kann man sagen. Kaffee macht mega Spaß &#8211; besonders Filter. Ich bin nicht so der Espresso-Trinker, sondern eher Filterkaffee und da alle möglichen Arten des Kaffeebrauens.</p>



<p><strong>Was ist aktuell deine Lieblingszubereitungsart?</strong></p>



<p>Die Aeropress , eine amerikanische Erfindung. Und damit kann man einfach konstant sehr guten Kaffee machen. Mit wenig Variablen. Finde ich sehr gut.</p>



<p><strong>Das check ich aus auf jeden Fall. </strong><strong>Early Bird oder Nachtäule?</strong></p>



<p>Early Bird.</p>



<p><strong>Freddie Hubbard oder Clifford Brown?</strong></p>



<p>Freddie Hubbard.</p>



<p><strong>Vorsatz oder Vorwurf?</strong></p>



<p>Vorsatz? Wobei ich mir gerade nicht sicher bin, ob ich so richtig die Frage verstehe. Vielleicht machen wir da mal weiter.</p>



<p><strong>Ist das ein Joker?</strong></p>



<p>Ne, ich weiß es nicht. Also ich nehme mir schon Dinge vor und versuche die dann auch zu machen.</p>



<p><strong>Bist du so ein Neujahrsvorsätze-Typ dann?</strong></p>



<p>Ich hab mich jetzt wieder dabei ertappt. Ich sag mir selbst immer, ach, ist doch eigentlich egal, wann man das macht. Man kann es ja jeden Tag machen. Aber irgendwie hat so ein Neujahrsvorsatz nochmal eine andere Gewichtung, merke ich. Man weiß, okay, das neue Jahr hat jetzt begonnen. Das macht es ein bisschen leichter, dran zu bleiben.</p>



<p><strong>Was ist dein Vorsatz dann gewesen für 2025?</strong></p>



<p>Auf jeden Fall wieder mehr Sport machen. Letztes Jahr war ich ganz gut unterwegs, aber am Ende des Jahres hat es dann ein bisschen nachgelassen und ich möchte einfach wieder kontinuierlich dranbleiben. Ich einfach merke, dass es mir dann viel besser geht. Und auch ein bisschen gesünder wieder ernähren. Das sind so zwei Vorsätze.</p>



<p><strong>Routine oder Abwechslung?</strong></p>



<p>Schon eher Routine.</p>



<p><strong>Und was ist deine wichtigste Routine?</strong></p>



<p>Meine Trompetenroutine. Also wir kommen wahrscheinlich später nochmal darauf zu sprechen, aber die Methode von Malte Burba hat mich sehr geprägt und die Routine, die gehört für mich dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="start">Womit startet dein Üben?</h2>



<p><strong>Dann sind wir schon mittendrin. Was ist denn das Allererste, was du am Instrument machst, wenn du es auspackst?</strong></p>



<p>Mundstück spielen tatsächlich. Vor allem Glissandi &#8211; also ein paar Sirenen spielen, also hoch und runter. Ich habe vor kurzem auch dieses Hilfsmittel, den Berp, entdeckt und finde den super. Das ist super effektiv und für mich immer das erste am Instrument. Vorher passieren schon Dinge abseits des Instruments auf jeden Fall, aber am Instrument selbst ist es Mundstück spielen.</p>



<p><strong>Ich</strong> <strong>weiß, es ist manchmal schwer, so einen ganz typischen Übe-Tag zu skizzieren, aber wenn du es so runterbrichst auf so einen idealtypischen Tag, wie würde er ausschauen?</strong></p>



<p>Meistens fange ich recht früh morgens schon an, in dem ich mir einen guten Kaffee machen mit der Aeropress oder mit dem Filter mache. Und dann beginne ich schon mit meinen klinischen Übungen. Also <em>Klinik</em> heißt verschiedene Zungen-Mimik-Übungen, mit einem kleinen Taschenspiegel. Auch Krafttraining, Bodybuilding quasi für die Lippen gehört dazu. Das mache ich immer morgens direkt, dann ein bisschen Pause, meistens so ein bis zwei Stunden, in der ich dann etwas anderes machen kann, sei es jetzt am Rechner produktiv sein oder Zeitung lesen.</p>



<p>Dann würde ich mich zum Proberaum aufmachen und ans Instrument gehen. Nach dem ich das erste Check-up auf dem Instrument gemacht habe, gehe ich recht schnell an Musik. Ich bin der Meinung, dass man eigentlich sehr viele technische Übungen direkt anhand von Musik üben kann. Also in meinem Fall, ich bin jetzt eher im Jazz zu Hause, kannst du halt auch einen Jazz-Standard nehmen und spielst die Akkord-Arpeggios und lässt immer einen Akkordton aus und dann hast du eine Flexibility-Übung. Ich denke, dass die Flexibility-Übungen wie Colin etc. auf jeden Fall ihren Stellenwert haben und auch super sind, aber um recht schnell den Kopf einzuschalten und im musikalischen Kontext zu arbeiten, finde ich es immer super, kreativ sich anhand von Musik technische Aufgaben auszudenken. Diese Schatzsucher-Mentalität, weißt du, dass man immer am Forschen ist und immer guckt, wie kann ich mir selbst Sachen ausdenken und kreativ werden.</p>



<p><strong>Dazu habe ich auf jeden Fall noch ein paar extra Fragen für später. Jetzt hast du gerade in einem Nebensatz gesagt, dass du so einen ersten Check-up machst. Was checkst du auf dem Instrument?</strong></p>



<p>Also vor allem die Ansprache, ob die Luft gut fließt. Finger sind auch immer so eine Sache, da hilft auf jeden Fall Clark Second Study, auch in unterschiedlichen Kombinationen. Zum Beispiel: chromatisch ist eine Herausforderung für die Finger in manchen Tonarten. Anschließend spiele ich Tonleitern, um die Range einmal abgedeckt zu haben &#8211; und wenn man das Gefühl hat, ich funktioniere als Generator, dann weiß ich, okay, jetzt kann ich an Musik gehen.</p>



<p><strong>Das heißt dann, dass wenn du so Checks machst und im Allgemeinen die Tonansprache ist nicht so, wie du dir das vorstellst, dann weißt du, dass das gleich auf jeden Fall ein Baustein in deiner musikalischen Arbeit sein wird? Wie eine kleine To-do-Liste, die du dir vorher selbst mental erstellst.</strong></p>



<p>Genau, genau. Also es ist einfach zu schauen, wo stehe ich heute. Jeder Tag ist ja ein unterschiedlich und an manchen Tagen läuft es besser als an anderen Tagen und dann versuche ich da einen Fokus drauf zu legen oder so schnell wie möglich an meinen Werkzeugkoffer zu gehen, von dem ich weiß, da habe ich Übungen, die dafür helfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="routine">Fester Bestandteil der Routine</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Die Klinik Übungen von Malte Burba</h3>



<p><strong>Jetzt ist ja jeder Tag idealtypisch, sondern der Alltag frisst viel Zeit bei uns allen. Wenn du deine Routine so runterbrichst und dir diese einzelnen Bausteine nimmst: welche sind auf jeden Fall immer dabei, auch an Tagen, wo die Übezeit ganz knapp bemessen ist und bei welchen würdest du sagen, dass du sie auch mal überspringst?</strong></p>



<p>Diese Klinik am Morgen, diese Übungen mit dem Taschenspiegel, die sind jeden Tag da. Natürlich kommt dann das Argument, man mache sich davon abhängig. Aber auf der anderen Seite, wenn jemand sagt, er muss erst mal 20 Minuten Töne aushalten oder Binde-Übungen spielen, macht er auch von etwas abhängig. Dementsprechend, glaube ich, hat jeder so seine Routinen, von denen er sagt, die müssen einfach da sein für das Instrument. Für mich ist das diese Klinik am Morgen. Und was auch immer mit dabei sein muss, ist einfach das Spielen, also das Musikmachen. Ich habe mich selbst in der Vergangenheit häufiger mal ertappt, dass man das dann vernachlässigt, weil man denkt, man muss erst alle technischen Aspekte abdecken, aber im Endeffekt wollen wir ja Musik machen. Wir wollen gemeinsam spielen und Menschen begeistern, Emotionen wecken. Und deswegen versuche ich: Spielen muss immer irgendwie mit dabei sein am Tag.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="planung">Planung: Struktur im musikalischen Üben</h3>



<p><strong>Du beschreibst im Grunde zwei Teile deines Übe-Tags: einen Morgenteil mit der Klinik und dann gibt es zweiten Übeteil. Wie strukturierst du dir dann diesen zweiten, größeren musikalischen Block?</strong></p>



<p>Ich bin ein Freund davon mit Timer zu arbeiten. Also ich setze mir immer ein zeitliches Limit. Da experimentiere ich aber auch. Das ist auch immer phasenabhängig. Aktuell ist es so, dass 15-Minuten-Einheiten für mich gut funktionieren und dann mache ich 5 oder 10 Minuten Pause bevor es zum nächsten 15-Minuten-Block geht. Aber ich versuche da auch zu variieren. Wenn wir jetzt vom idealen Tag ausgehen, dann sind es eigentlich immer 15-Minuten-Einheiten und dann bewegt man sich mal irgendwie kurz, geht an die frische Luft und macht dann die nächste Einheit. Für den gesamten Tag gibt es auch kein wirkliches Limit in der Hinsicht, weil ich das Gefühl habe, dass man dann sehr effizient und sehr körperbewusst arbeiten kann. Sobald man merkt, jetzt tut jetzt es weh, sollte das jedoch auf jeden Fall der Moment sein, wo man das Instrument weglegt. Aber mit ordentlich Pausen hat man viele Möglichkeiten, das lange zu machen.</p>



<p><strong>Wenn du es dir in diese 15-Minuten-Blöcke einteilst, bist du jemand, der sich am Abend vorher schon überlegt: Block 1 ist dieses Thema, Block 2 ist dieses Thema – weil du weißt, dass du auf bestimmte Sachen hinarbeiten musst?</strong></p>



<p>Ich mache mir auf jeden Fall Gedanken drüber. Wobei auch da finde ich es wichtig, sich flexibel halten zu können. Wenn man auf einmal merkt, dass es keinen Sinn macht, dass ich jetzt <em>Töne treiben</em> übe, weil ich gerade nicht die Energie dafür habe, dann ist es vielleicht auch gut, erstmal diesen Block mit einem anderen auszutauschen.</p>



<p>Ich glaube, es ist sehr wichtig, diese Grundstruktur zu haben und innerhalb dieser Grundstruktur aber noch flexibel zu sein, um sich anzupassen. In meiner Vergangenheit habe ich dann häufig versucht, diesen Plan komplett so durchzuziehen. Eigentlich mit einem negativen Effekt &#8211; das Üben hat gar nicht mehr so viel Freude gemacht oder ich hatte gar nicht mehr das Gefühl hat, man darf jetzt mit sich selbst arbeiten, sondern man muss jetzt mit sich arbeiten und das sorgt, glaube ich, nicht für die angenehmste Übe-Atmosphäre. Deswegen: Innerhalb des Übens und des Plans, sich flexibil einzuteilen, ist sehr gut und wichtig.</p>



<p><strong>Wie würdest du sagen, dass du dir das Üben beigebracht hast, wenn man das so sagen kann?</strong></p>



<p>Ich glaube über Trial and Error. Also einfach ausprobieren und dann feststellen, was sich über einen längeren Zeitraum gut oder schlecht anfühlt. Es ist normal, dass man nicht immer mit einem Lachen aus dem Üben raus geht, aber wenn es über eine längere Zeit so ist, dann ist es vielleicht Zeit zu hinterfragen, warum macht es einem gerade nicht so viel Spaß. Und dann einfach zu merken, dass die Freude an erster Stelle stehen sollte.</p>



<p><strong>Ist das der Punkt, wo du dann zu Malte bist, als du das gemerkt hast oder ist das unabhängig davon gewesen?</strong></p>



<p>Das war unabhängig, aber auf jeden Fall hat mich Malte sehr geprägt in der Art, wie ich über das Üben denke und auch wie ich ans Üben rangehe, von der Struktur her. Es hat eine unfassbar große, wichtige Rolle für mich eingenommen bzw. nimmt es weiterhin.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="ideen">Kreative Übe-Ideen</h2>



<p><strong>Du hast, finde ich, vorher schon einen schönen Tipp gegeben, wie man aus einer Kombination von zwei verschiedenen Sachen (Akkordverbindungen und eine Bindeübung) eine neue Übung kreieren kann. Wenn du jetzt die letzten paar Tage durchscannst, was war die neueste Idee gewesen, mit der du dein Üben ein bisschen kreativer gestaltet hast?</strong></p>



<p>Das ist eigentlich etwas, das ich schon ganz am Anfang meiner musikalischen Laufbahn gemacht habe und dann aber habe total schleifen lassen: einfach mit Aufnahmen mitspielen. Also einfach eine Aufnahme von einem Musiker, Musikerin laufen lassen und mitspielen. Und da quasi eine Transkription machen, während die Aufnahme läuft. Kleine Ideen übernehmen und sich einfach vorstellen, Teil dieser Band zu sein, die man gerade hört. Und das ist etwas, was ich jetzt die letzten Tage wieder mehr gemacht habe und, was mir irgendwie immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Es macht einfach Spaß, mit anderen mitzuspielen.</p>



<p><strong>Also keine Eins-zu-eins-Transkription, sondern spielst quasi über den Tune drüber.</strong></p>



<p>Genau. Wenn ich merke, dass ich eine Linie cool finde, dann spule ich natürlich nochmal kurz zurück. Es gibt ja heutzutage super tolle Programme, mit denen man Passagen auch loopen kann.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="improvisation">Improvisation üben</h2>



<p><strong>Wie gehst du in deiner Übe-Herangehensweise an Improvisationsthemen ran? Also wir stellen uns mal vor, du hast einen neuen Tune, den du für eine Band gerade vorbereitest. Wie erarbeitest du dir ein neues Stück, was Improvisationskonzepte für dich angeht?</strong></p>



<p>Ich schaue, ob es schon irgendwo eine Aufnahme dazu gibt und versuche mich dann an dieser zu orientieren. Wie spielt die Band das, oder wie ist die Stimmung, der Vibe. Häufig ist es aber auch so, dass ich mich ans Klavier setze und einfach erstmal schaue, was sind das für Akkorde. Und dann versuche ich mich am Klavier ein bisschen an der Akkordfolge entlang zu hangeln. Aber auf jeden Fall erstmal einen Überblick verschaffen.</p>



<p>Und wenn ich das dann gemacht habe, und je nachdem wie komplex das Stück ist, loope ich gewisse Passagen (z.B. in iRealPro) oder mal nur einen Akkord und versuche über diesen Akkord herauszufinden, was passt: Was sind die charakteristischen Noten von diesem Akkord? Und wenn man das dann oft genug gemacht hat, dann kann man es eigentlich kaum erwarten, das mit der Band zu spielen</p>



<p>Ich habe immer das Gefühl, wenn man gut vorbereitet ist und sich mit der Materie schon beschäftigt hat, dann ist man beim Spielen automatisch viel entspannter. Das hat wiederum zur Folge, dass man besser zuhören kann. Wenn man besser zuhört, ist man besser mit den anderen integriert und dann entsteht dieses Kollektiv, dieses gemeinsame Musizieren.</p>



<p><strong>Nimmst du dich selbst auf dafür, um dich ein bisschen objektiver beurteilen zu können?</strong></p>



<p>Schon, also nicht immer so, aber in gewissen Situationen definitiv. Ich glaube sich Aufnehmen ist eine der produktivsten Arten beim Üben, die man für sich selbst machen kann, aber auch eine, die unfassbar wehtun kann. Das hat natürlich zur Folge, dass man sich jetzt vielleicht nicht immer „komplett zerstören“ möchte, also dass man demotiviert wird dadurch. Aber hin und wieder finde ich, ist das eine gute Selbstreflexion, einfach zu erkennen, hey klingt das wirklich so, wie mein inneres Ohr das gerade auch wahrnimmt.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="schwere-stelle">Schwere Stellen üben</h2>



<p><strong>Hast du eine bestimmte Herangehensweise, wie du Passagen erarbeitest, die besonders herausfordernd sind?</strong></p>



<p>Ja, eigentlich drei Worte: wenig, langsam, oft.</p>



<p>Also sich die Passagen raussuchen, aufteilen und wenn es sein muss sie nochmal unterteilen und dann versuchen sie sehr langsam, sehr bewusst zu spielen, häufig zu wiederholen und dann langsam das Tempo anziehen, bis man irgendwann am Originaltempo ist. Oder vielleicht sogar etwas darüber, dass falls es so kommen sollte, dass das Stück schneller angezählt wird, man nicht in Stress verfällt, sondern weiterhin sagt: hey, das habe ich schon mal gemacht, kriege ich hin. So gehe ich da ran.</p>



<p><strong>Nutzt du Variationsformen (wie z.B. andere Rhythmen), um dir schwere Passagen zu erarbeiten</strong>?</p>



<p>Ich würde sagen, dass das nicht täglich bei mir vorkommt. Dafür reicht manchmal einfach nicht die Zeit, sondern da möchte ich es einfach so hinkriegen, wie es da steht. Aber das sind natürlich alles Hilfsmittel, die sich gut eignen.</p>



<p>Wenn wir bei der Artikulation sind und ich merke, dass ich heute auch noch an meinem Anstoß arbeiten möchte, dann macht es auf jeden Fall Sinn, zum Beispiel, wie du gerade eben gesagt hast, die Passage zu punktieren (im anderen Rhythmus spielen), um da auch wieder Variabilität reinzubringen und kreativ sein.</p>



<p><strong>Das heißt, es gibt in deinem ganzen idealtypischen Übe-Alltag immer eine Rückkopplung zu diesem ersten Checkup?</strong></p>



<p>Genau. Aber immer in diesem musikalischen Kontext, also an dem <em>Arbeiten von Musik</em>.</p>



<p>Dann gibt es am Schluss nochmal so eine Übereinheit quasi, wo es wirklich nur um Funktionsübungen geht. Also in der es einfach um das Trompetespielen an sich geht. Da übe ich Zirkular-Atmung, Töne treiben, Notebendings oder Mundhöhlen-Töne und Breath Attacks. Das geht jetzt vielleicht ein bisschen zu sehr ins Detail, aber einfach nochmal einen Überblock zu machen, der abseits von Musik ist und, der einfach nur Körperfunktionen trainiert. Aber die mache ich immer zum Schluss, weil wenn man da platt ist, das ist nicht ganz so schlimm. Aber wenn man musikalisch Dinge übt und man merkt, man ist platt, dann sorgt das für Frust. Ich habe für mich festgestellt, wenn ich mit Frust das Instrument abends weglege, dann ist der nächste Tag immer blöd. Deswegen versuche ich eigentlich immer mit einem positiven Gefühl das Instrument wegzulegen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="flexibilität">Flexibilität – mental und auf dem Instrument</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Vorbereitung für Moop Mama &amp; Glenn Miller Orchestra</h3>



<p><strong>Jetzt hast du ja Musik schon angesprochen: Das finde ich bei dir sehr beeindruckend. Du bist sehr breit aufgestellt- du spielst bei Moop Mama, du spielst aber genauso beim Glenn Miller Orchestra, du hast deine eigenen Projekte und du bist super oft Sideman in Big Bands und in anderen Projekten. Für diese unterschiedlichen Stile ist immer auch eine andere Spielweise notwendig. Das heißt, die Frage, die ich mir ein in der Vorbereitung gestellt habe, ist, wie bleibt man da sowohl im Kopf als auch im Instrument flexibel?</strong></p>



<p>Das ist eine gute Frage, die ich mir auch immer wieder stelle und dabei merke: es kommt durchs Machen. Also einfach gar nicht so viel darüber nachdenken, sondern einfach schauen, okay ich bin jetzt in der Situation, wie kriege ich das jetzt hin? Und man ist ja zum Glück nie alleine auf der Bühne, sondern es hat man auch immer tolle Mitmusiker*innen, die einen inspirieren in ihrer Art, wie sie spielen. Und dann ist das häufig so ein Selbstläufer irgendwie.</p>



<p>Was halt bei mir auch immer gut funktioniert, ist einfach sich vorher die Musik anzuhören, die man spielt. Jetzt nicht unbedingt von der Band selbst, in der man spielt, aber in dem Stil. Zum Beispiel jetzt im Sommer war es auch häufig so, dass wir mit Moop Mama eine Show gespielt haben und am Tag später war Glenn Miller Orchester oder andersrum. Da ist mir aufgefallen, dass wenn ich einfach während der Zugfahrt die Musik höre, die als nächstes ansteht, dann komme ich sofort wieder in so einen anderen Modus und in ein anderes Mindset/Klangideal. Bei Glenn Miller klinge ich anders als bei Moop Mama. Auch Equipment mäßig natürlich.</p>



<p><strong>Hast du das Gefühl, dass du dann jeden Tag in deinem musikalischen Üben diese ganzen Stilrichtungen abdecken musst?</strong></p>



<p>Also ich mache es mich nicht so, dass ich nur noch im Stile von Glenn Miller üben würde, wenn ich wüsste, dass nächste Woche Konzerte anstehen. Ich denke, das eine bedingt auch immer das andere. Selbst wenn ich jetzt zum Beispiel nur Bobby Hackett transkribieren würde oder Louis Armstrong, würde sich ja auch mein komplettes Trompetespielen verbessern, was das moderne Spielen angeht. Das ist ja das Schöne: alles hängt mit allem zusammen &#8211; und das sind die Wurzeln.</p>



<p>Aber ich versuche da schon immer auch meinen eigenen Interessen nachzugehen, so was mich gerade selbst musikalisch interessiert. Und dann muss man natürlich auch einfach sich selbst vertrauen und sagen. Für mich hilft es immer total gut, vorbereitet zu sein. Einfach zu wissen, dass ich das Programm geübt habe und ich mich auf mich selbst verlassen kann. Aber ich muss mir selbst nicht vorwerfen: „Ach, hätte ich doch mehr gemacht.“</p>



<p><strong>Also</strong><strong> ist am Ende eine mentale Frage, könnte man ja sagen, oder?</strong></p>



<p>Total. Ich glaube das Bild, was man von sich selbst hat, ist da auf jeden Fall sehr entscheidend.</p>



<p><strong>Ich finde, das ist eigentlich ein ganz schöner Anschluss auch zur nächsten Frage. Ich finde, wir hatten ja schon ein paar Mal das Vergnügen gehabt, zusammen zu spielen. Und ich finde, dass das Krasse bei dir ist (und das sage ich nicht nur, weil wir einen Podcast zusammen aufzeichnen), dass man das wirklich bei dir sieht, wie stark du dir selbst beim Spielen vertraust. Du kannst dich absolut auf dich und deine Technik und dein Horn verlassen. Und das finde ich sehr beeindruckend, weil das ist ein langer Prozess, den man so geht. Und das ist vielleicht auch eine ganz schöne Anschlussfrage: Wie schaffst du es da, in dir Vertrauen aufzubauen?</strong></p>



<p>Das ist eine gute Frage. Also auch da, glaube ich, muss ich schon auch wieder Malte danken, Malte Burber, der einfach genau diesen Aspekt, diesen mentalen Aspekt, dass man vielleicht in sich selbst so ein bisschen ruhend ist, sehr geprägt hat. Und aber auch in meinem Studium, was ich in Maastricht bei Rob Bräunen gemacht habe, die waren, Rob ist zum Beispiel auch dadurch, dass er in der WDR Big Band tätig ist, natürlich auch jeden Tag quasi dieser Drucksituation ausgesetzt, dass er weiß, jetzt leuchtet das Aufnahmelämpchen und jetzt muss ich spielen irgendwie und das hat er in seinem Studium auch immer gut vermittelt, dass das mit dazu gehört. Man wusste schon, solche Situationen kommen irgendwann und man lernt jetzt quasi damit umzugehen. Ja, mir hilft es einfach total da bei mir, was wir anfangs auch schon gesagt hatten, Routinen zu haben. Einfach zu wissen, okay, das und das ermöglicht mir dann, das und das zu machen und dann kann ich irgendwie darauf vertrauen. Das ist eine schwierige Frage, die ich jetzt so, mir fallen jetzt gerade tausend Sachen ein, die man irgendwie dazu sagen könnte, das rauszupicken, wo man sagt, das ist jetzt schwierig. Aber ja, ich glaube, ein gutes pädagogisches Konzept zu haben und einfach gute Mentor*innen zu haben, sorgt dafür, dass man irgendwie auch entspannter wird. Beantwortet das so die Frage?</p>



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		<title>Wie gehst du mit negativen Gedanken um, Simon Höfele?</title>
		<link>https://what-is-practice.de/wie-uebt-eigentlich/wie-gehst-du-mit-negativen-gedanken-um-simon-hoefele/</link>
					<comments>https://what-is-practice.de/wie-uebt-eigentlich/wie-gehst-du-mit-negativen-gedanken-um-simon-hoefele/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Patrick Hinsberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2023 08:11:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Wie übt eigentlich..?]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Trompete]]></category>
		<category><![CDATA[Wie übt eigentlich]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer kennt diese Gedanken nicht &#8211; einfach nicht genug geübt zu haben? Dass auch mein heutiger Gast diese hat, war mir neu, denn seine Karriere gleicht einem Bilderbuch-Verlauf. Simon Höfele kam bereits im Alter von 12 Jahren zu seinem später Professor Reinhold Friedrich und zählte damit zu seinen allerjüngsten Schülern. Inzwischen ist er als Solist&#8230;&#160;<a href="https://what-is-practice.de/wie-uebt-eigentlich/wie-gehst-du-mit-negativen-gedanken-um-simon-hoefele/" class="" rel="bookmark">Weiterlesen &#187;<span class="screen-reader-text">Wie gehst du mit negativen Gedanken um, Simon Höfele?</span></a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p>Wer kennt diese Gedanken nicht &#8211; einfach nicht genug geübt zu haben? Dass auch mein heutiger Gast diese hat, war mir neu, denn seine Karriere gleicht einem Bilderbuch-Verlauf. <strong>Simon Höfele</strong> kam bereits im Alter von 12 Jahren zu seinem später Professor Reinhold Friedrich und zählte damit zu seinen allerjüngsten Schülern. Inzwischen ist er als Solist in der ganzen Welt unterwegs und führt nicht nur die Klassiker der Trompeten-Literatur auf, sondern immer wieder auch Jazz-Stücke und zeitgenössische Literatur.&nbsp;</p>



<p>In unserem Gespräch wollte ich vor allem wissen, wie Simons Werdegang als Solist verlief und wie sein Üben dazu ausschaut. Wir haben über mentale Gesundheit, unseren Umgang mit Stress und schlechten Übe-Tagen gesprochen. Natürlich kamen wir trotzallem auch nicht an den Themen Kaffee und Fotografie vorbei. Überhaupt hat sich das Gespräch eher angefühlt, als würden wir uns in seinem Café treffen als virtuell. In der ganzen Euphorie kamen wir dann auch gleich auf drei Podcast-Empfehlungen für euch und ganz nebenbei hat Simon dann noch ein Geheimnis verraten, dass &#8211; Achtung Spoiler &#8211; mit genau diesem Format zu tun hat. Seid also gespannt.&nbsp;</p>



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<figure class="aligncenter size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="300" height="500" src="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2023/07/Simon-Hoefele.webp" alt="Simon Höfele mit C-Trompete" class="wp-image-5927" srcset="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2023/07/Simon-Hoefele.webp 300w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2023/07/Simon-Hoefele-180x300.webp 180w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Simon Höfele (Foto: Marco Borggreve)</em></figcaption></figure>
</div>


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<h2 class="wp-block-heading">Mehr Informationen zu Simon Höfele</h2>



<p>Webseite: <strong><a href="https://www.simon-hoefele.de/">www.simon-hoefele.de</a></strong></p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Lieber hören statt lesen?</h2>



<p>Die Folge mit Simon Höfele lässt sich auf allen bekannten Streaming Plattformen kostenlos anhören.</p>



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<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Spotify</h3>



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<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">Apple Podcast</h3>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading has-text-align-center">YouTube</h3>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das Interview mit Simon Höfele</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Inhalt</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><a href="#wastun">Was tun, wenn es mal nicht so läuft?</a></strong></li>



<li><strong><a href="#alltag">Dein Übe-Alltag</a></strong></li>



<li><strong><a href="#solist">Karriere als Solist</a></strong></li>



<li><strong><a href="#abschalten">Wie gelingt es dir abzuschalten?</a></strong></li>
</ul>



<p><strong>Vervollständige folgenden Satz: Üben heißt für Dich….</strong></p>



<p>Üben heißt für mich Konzentration.</p>



<p><strong>Kannst du das etwas konkretisieren?</strong></p>



<p>Ich merke, immer wenn ich gut übe ist mein Handy nicht im Raum und ich bin wenig von anderen Dingen abgelenkt. Dann habe ich einfach eine ganz andere Konzentration – eine, die über das Üben hinaus geht und ich mir vorstelle, auf der Bühne zu sein und dieses Stück dort zu spielen. Ich bin also weniger im Hier und Jetzt, sondern versuche mich mit all meinen Gedanken in diese Situation zu versetzen.</p>



<p><strong>Das klingt fast ein wenig nach Flow-Zustand?</strong></p>



<p>I wish (lacht). Der Flow-Zustand kommt natürlich nicht immer. Vor allem dann nicht, wenn man nicht gut übt bzw. wenn man merkt, dass das Üben nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat.</p>



<p>Wenn ich allerdings gut übe, kann ich mich schon mal in dieser Tätigkeit verlieren. Besonders, wenn ich Stücke durchspiele und eine Generalproben-Situation simuliere.</p>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://what-is-practice.de/ueben-im-flow/">Tipps zum Üben im Flow</a></div>
</div>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Welche Musik (Album / Künstler) läuft bei dir gerade in Dauerschleife?</strong></p>



<p>Fatoni.</p>



<p><strong>Welcher Künstler hat Dich musikalisch (auf Dein Spiel bezogen) am meisten geprägt?</strong></p>



<p>Ganz klar mein Professor, Mentor, Freund Reinhold Friedrich. Ich bin bei ihm seit ich 12 Jahre bin und seitdem war und ist er immer da. Das ist natürlich eine nie enden wollende Inspirationsquelle, für die ich sehr dankbar bin.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>&#8222;Ich versuche meistens zunächst Druck aus der Situation zu nehmen (Ich bin König darin mich selbst fertig zu machen – und wenn es mal nicht gut läuft, bin ich oft geneigt alle Instrumente aus dem Fenster zu werfen (lacht). Auch, wenn das natürlich völlig überzogen ist.). Das heißt dann eine kleine Pause zu machen und ein Glas Wasser trinken.&#8220;</p><cite>Simon Höfele</cite></blockquote></figure>



<h2 class="wp-block-heading" id="wastun">Was tun, wenn es mal nicht so läuft?</h2>



<p><strong>Du hast es gerade schon erwähnt: Du hast in Karlsruhe bei Reinhold Friedrich studiert und hast im Laufe der Jahre die verschiedensten Förderprogramme und Preise gewonnen (warst BBC Radio 3 New Generation Artist, Rising Star der European Concert Hall Organisation). Inzwischen hast du fünf CDs unter eigenen Namen veröffentlicht – und bist als Solist in der ganzen Welt unterwegs. Eigentlich war meine Frage, ob du uns mal in einen typischen Übe-Alltag mitnehmen kannst. Nach deiner ersten Antwort interessiert mich nun allerdings viel mehr, was du machst, wenn es mal nicht so gut läuft?</strong></p>



<p>Das ist natürlich immer sehr persönlich. Jeder Künstler und jede Künstlerin hat dazu ihr eigenes Notfallprogramm.</p>



<p>Ich versuche meistens zunächst Druck aus der Situation zu nehmen (Ich bin König darin mich selbst fertig zu machen – und wenn es mal nicht gut läuft, bin ich oft geneigt alle Instrumente aus dem Fenster zu werfen (lacht). Auch, wenn das natürlich völlig überzogen ist.). Das heißt dann eine kleine Pause zu machen und ein Glas Wasser trinken.</p>



<p>Mir helfen dann oft auch wieder Basic-Übungen (Gymnastik, Atem-Übungen, lange Töne, Stamp, Chicowitz, die Stellen auf dem Mundstück spielen oder singen). Auf keinen Fall weiter so machen, wie zuvor und denken, dass es nun doch klappen müsse. Das muss es nämlich nicht: Es muss nicht jeden Tag fantastisch laufen.</p>



<p><strong>Dein Weg ist also sowohl die mentale Bremse zu ziehen und dir eine Pause zu gönnen als auch auf dem spielerischen Weg nochmal an den Basics zu arbeiten und später zur Stelle zurück kommen?</strong></p>



<p>Jein. Wenn ich eine Stelle oder Passage habe, die nicht funktioniert versuche ich auch immer zu checken, wie ich sie besser machen kann. Meist funktioniert das auch. Natürlich muss aber auch nicht jede Stelle an einem Übe-Tag perfekt werden. Gut Ding will Weile haben. Jeden Tag eine schwere Stelle 10 Minuten extra üben und dies über ein paar Tage helfen mir.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="alltag">Dein Übe-Alltag</h2>



<p><strong>Wenn du einen typischen Übe-Tag von dir im Kopf so durchgehst – hast du eine bestimmte Reihenfolge, wie du dich strukturierst?</strong></p>



<p>Klar, natürlich habe ich auch meine „Skin-Care-Routine“ auf der Trompete (lacht). Meistens beginnt diese mit ein paar langen Tönen und Luft (vor allem abwechselnd Luft, spielen und singen). Dann geht es weiter mit Clark, Stamp und dann eine Extended Version von Chicowitz. Nach diesen 30-45 Minuten Warm-Up fühle ich mich dann fit.</p>



<p>Vor allem versuche ich mir dabei ständig zuzuhören. Schließlich bringt es nichts, wenn jemand anderes sagt, eine bestimmte Übung sei die beste. Ich habe meine Routine <em>für</em> <em>mich</em> so entwickelt und aktuell funktioniert sie so für mich wunderbar. Damit kann ich guten Gefühls auf die Bühne und das Potential, das ich glaube zu haben, abrufen. Deshalb bin ich auch kein Freund von gemeinsamem Einspielen – vor allem auf Meisterkursen nicht.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="510" height="57" src="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik.png" alt="Rastergrafik" class="wp-image-4353" srcset="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik.png 510w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-300x34.png 300w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-260x29.png 260w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-50x6.png 50w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-150x17.png 150w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-500x57.png 500w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-190x21.png 190w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /></figure>
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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<div style="height:25px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p><strong>Es ist auf jeden Fall auch eine große Leistung, genau diese Übung auszuwählen, die für einen selbst gut funktionieren. Vor allem, wenn man nach ein paar Tagen Pausen wieder ans Instrument kommt.</strong></p>



<p>Ich kenne das Gefühl, wenn man aus dem Urlaub kommt. Da habe ich wirklich Neurosen. Wenn ich einen Tag nicht übe, bekomme ich regelrechte Entzugserscheinungen. Besonders gravierend ist es an Tagen, an denen ich eigentlich hätte üben müssen. Deswegen habe ich eben auch noch geübt (lacht).</p>



<p><strong>Du hast in deinen Antworten jetzt ein paar Mal das Stichwort Luft erwähnt. In einem Podcast mit dir habe ich gehört, dass du hier ein besonderes Konzept von Kristian Steenstrup verfolgst. Was ist hieran so besonders und wie hat dir diese Methode geholfen?</strong></p>



<p>Ich kenne Kristian ganz gut und hatte bei ihm ein paar Mal Unterricht. Seine Spezialität ist es den „Flow der Luft“ gesondert zu betrachten. Diese Einsichten sind, meiner Meinung nach, für jeden Instrumentalist spannend. Im Prinzip begründet sich seine Methode in der Arnold Jacobs Schule. Er animiert seine Schüler*innen sich vorzustellen, wo sie die Luft hin atmen und wie sie sie wieder ausatmen. Grob gesagt also: Wie effizient kann ich mit Luft arbeiten. Vieles davon ging in eine gleiche Richtung, wie ich sie auch schon von Reinhold Friedrich kannte bzw. sie ganz natürlich bereits anwandte.</p>



<p>Er hat auch ein paar Bücher geschrieben, die sich ebenfalls zu lesen lohnen.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h4 class="wp-block-heading">Bücher von <a href="https://www.amazon.de/Deep-Practice-Performance-science-learning/dp/8798902245?_encoding=UTF8&amp;qid=&amp;sr=&amp;linkCode=li2&amp;tag=whipr0a-21&amp;linkId=2365dd2add5425f9d20199cf2720477c&amp;language=de_DE&amp;ref_=as_li_ss_il" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a><img loading="lazy" decoding="async" width="1" height="1" src="https://ir-de.amazon-adsystem.com/e/ir?t=whipr0a-21&amp;language=de_DE&amp;l=li2&amp;o=3&amp;a=8798902245" alt=""><strong>Kristian Steenstrup</strong> bei Amazon</h4>



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<h2 class="wp-block-heading" id="solist">Karriere als Solist</h2>



<p><strong>Im gleichen Podcast hast du auch erzählt, dass du kurz vor dem Abi doch noch die Schule abgebrochen, um dein Studium in Karlsruhe zu beginnen. Hattest du jemals Zweifel, dass dies die richtige Entscheidung gewesen ist?</strong></p>



<p>Ja. Ich wäre gerne so naiv gewesen und hätte geglaubt, dass alles schon laufen würde.</p>



<p>Dieses Risiko war am Anfang natürlich da. Allerdings hatte ich damals noch nicht die Konsequenz im Kopf, was es heißt ohne Abitur zu studieren. Andererseits dachte ich mir, dass ich selbst mit Abitur Musik studiert hätte, und mit dem abgeschlossenen Studium kann man ebenso etwas anfangen. So war ich dann mit meinem Bachelor fast fertig, als meine Mitschüler*innen gerade zu den Abiturprüfungen kamen.</p>



<p>Natürlich kann man mit einem BWL-Studium mehr anfangen. Jedoch ist auch nicht so, dass es nur den Weg in Orchester oder an die Musikschule gibt. Das finde ich sowieso problematisch. Schließlich gibt es ganz viele andere Dinge, die man mit einem Musik-Studium noch machen kann, die nicht im Studium besprochen (gar belächelt) werden.</p>



<p><strong>Absolut. Da stimme ich dir ganz zu. Auch <a href="https://what-is-practice.de/wie-uebt-eigentlich-prof-dr-eckart-altenmueller/">Eckart Altenmüller hat auf diesen Punkt in unserem Gespräch</a> deutlich hingewiesen. Wahrscheinlich war bei dir auch nicht von Anfang an klar, dass du mal Solist wirst?</strong></p>



<p>Nein. Ich habe natürlich unter der Prämisse angefangen, irgendwann mal eine Stelle im Orchester zu besetzen. Das hat sich dann gewandelt, als ich ein paar Wettbewerbe gewonnen hatte. Nachdem ich den Deutschen Musikwettbewerb 2016 gewonnen hatte, beschloss ich es zu probieren und habe mir ein Management gesucht. Das ermöglicht mir natürlich eine weitere Art der Absicherung in dieser Form der Freiberuflichkeit.</p>



<p>Am Ende gibt es aber so viele verschiedene Arten mit dem Wissen der Musik was anderes anzufangen. Und selbst wenn nicht: Wenn man mit einer gewissen Begeisterung an Sachen herangeht, kann man sehr viel machen. Bei mir ist das die Baristarei und die Fotografie. Aber, ich werden demnächst auch einen eigenen Podcast an den Start bringen.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>&#8222;Am Ende gibt es aber so viele verschiedene Arten mit dem Wissen der Musik was Anderes anzufangen. Und selbst wenn nicht: Wenn man mit einer gewissen Begeisterung an Sachen herangeht, kann man sehr viel machen.&#8220;</p><cite>Simon Höfele</cite></blockquote></figure>



<p><strong>Heißt das, das du jetzt schon perspektivisch im Blick hast, dass es mal ein „Leben danach“ geben wird?</strong></p>



<p>Das sowieso. Ich weiß nicht, ob ich mit 64 noch der große Trompeten-Solist sein werde. Klar gibt es Menschen, die das können. Reinhold Friedrich zum Beispiel.</p>



<p>Allerdings sind wir, biologisch gesehen, auf dem absteigenden Ast. Natürlich hilft uns dann viel unsere Erfahrung weiter. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass ich meine Peak Performance davor habe. &nbsp;</p>



<p><strong>Als Solist bist du natürlich maximal exponiert. Viele Menschen kommen extra wegen dir zu den Konzerten. Hast du Lampenfieber oder bist aufgeregt?</strong></p>



<p>Im Prinzip geht’s. Ich habe Lampenfieber, allerdings habe ich noch nie darüber nachgedacht Beta-Blocker zu nehmen. Ist auch wirklich nicht empfehlenswert.</p>



<p>Ich hatte das Glück bisher noch nie schlimme Erfahrungen auf Bühnen sammeln zu müssen. Das ist aber wirklich Glück. Ich erinnere mich noch an ein Rezital in der Elbphilharmonie, das super entspannt lief. Ich war fast nicht aufgeregt und freute mich einfach Musik zu machen. Am nächsten Tag spielten wir das gleiche Programm in einer kleinen Konzertlocation an einem anderen Art. Ich war plötzlich so nervös dort. Warum auch immer. Zum Glück lief alles gut und ich konnte spielen. Allerdings konnte ich mir diesen Unterschied nicht erklären.</p>



<p><strong>Würdest du sagen, dass du nervöser bist wenn du Leute im Publikum kennst bzw. die Konzerthallen kleiner sind?</strong></p>



<p>Ich bin nervöser, wenn ich jemand im Publikum kenne. Den zweiten Punkt, finde ich, kann man nicht so pauschal sagen. Aber ich weiß, was du meinst.</p>



<p>Ich hatte so coole Konzerte in großen Hallen, aber auch andere, bei denen ich sehr nervös war. Zum Beispiel in der Philharmonie in Berlin einmal. Oftmals sind einfach Nuancen, die dich nervöser werden zu lassen oder eben nicht. Dann hilft natürlich unsere Professionalität weiter.</p>



<p><strong>Hast du eine bestimmte Technik, um dich an solchen Tagen besonders zu fokussieren?</strong></p>



<p>Nein. Ich schaue, dass ich zumindest etwas gegessen habe davor. Harte Fakten schaffen also: Habe ich genug getrunken? Bin ich unterzuckert? Besonders genügend Wasser trinken ist für mich sehr wichtig.</p>



<p>Wenn ich auf der Bühne dann mal nervös bin, versuche ich mich darauf zu konzentrieren extrem viel Luft einzuatmen und mich besonders hierauf zu fokussieren. Manchmal hilft es auch sich zu vergegenwärtigen, dass andere Musiker*innen ebenfalls mal schlechte Tage hatten und das dies nicht schlimm ist. Diese Relativierung hilft mir.</p>



<p>Was paradoxerweise ebenfalls hilft – obwohl ich mich lange Zeit davor gefürchtet habe – ist in Konzerten zu sprechen. Mir nimmt das viel Nervosität ab. Dabei ist gar nicht so wichtig was ich sage, Hauptsache ich sage etwas.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="abschalten">Wie gelingt es dir abzuschalten?</h2>



<p><strong>Um an dieser Stelle nochmal den Bogen zum Üben zu schlagen: Du erwähntest eben, dass es dir schwer fällt mal einen Tag Pause einzulegen. Was machst du um abzuschalten?</strong></p>



<p>Das ist immer die Frage. Ich bin da leider keine gute Ansprechperson und muss schauen, dass ich mental gesund bleibe. Dazu helfen mir auch die Gespräche mit meiner Therapeutin.</p>



<p><strong>Danke, dass du das öffentlich sagst. Ich finde es wichtig, dass man akzeptiert, dass man Zweifel nicht mit sich selbst aushandeln muss.</strong></p>



<p>Ja, das kann ich jedem und jeder nur empfehlen. Natürlich kann es so etwas kostspielig werden, sofern es die Krankenkassen nicht übernehmen. Aber für mich lohnt sich es.</p>



<p>Generell das Thema „Zur Therapie“ gehen zu entdämonisieren, finde ich sehr wichtig und ist inzwischen mehr als an der Zeit. Dazu braucht es noch viel mehr gesellschaftliche Akzeptanz.</p>



<p><strong>Was lernst (übst) Du gerade, was Du noch nicht kannst? Bei dir darf weder die Fotographie noch die Baristarei sein.</strong></p>



<p>Das ist unfair (lacht).</p>



<p>Indirekt hat es natürlich wieder mit dem Üben zu tun. Nämlich, dass was wir gerade besprochen haben: nicht verrückt werden.</p>



<p>So schreibe ich mir oft in mein Tagebuch, mich weniger zu stressen und die kleinen Dinge mehr wertzuschätzen. Wie zum Beispiel, wenn ich gut geübt habe. Oder einen schönen Spaziergang gemacht habe.<br>Wenn man sich dies regelmäßig vor Augen führt, geht man, finde ich, mit einem ganz anderen Gefühl zu Bett.</p>



<figure class="wp-block-pullquote"><blockquote><p>&#8222;Mehr Mut zum Scheitern und sich auch neue Sachen trauen.&#8220;</p><cite>Simon Höfele</cite></blockquote></figure>



<p><strong>Welchen Tipp würdest Du Deinem jüngerem, Erstsemester-Musikstudenten-Ich gerne mitgeben, um den Du damals froh gewesen wärst?</strong></p>



<p>Weniger in Schubladen denken und offener sein. Ich war sicher bis circa 2016/17 ein „Fachidiot“, der wenig anderes gemacht hat. Ausgenommen der Fotographie. Vor allem, dass man etwas ganz anderes machen kann und, dass es nicht nur die klassischen Wege gibt.</p>



<p>Mehr Mut zum Scheitern und sich auch neue Sachen trauen. Ich bin andererseits aber auch nicht traurig, wie mein Studium verlaufen ist. Aber vielleicht hätte ich mir, an der ein oder anderen Stelle, etwas mehr Freche und Mut gewünscht.</p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
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		<title>Wie übt eigentlich Martin Hutter?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Patrick Hinsberger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Dec 2020 14:07:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Wie übt eigentlich..?]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
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		<category><![CDATA[Köln]]></category>
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		<category><![CDATA[Trompete]]></category>
		<category><![CDATA[Wie übt eigentlich]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Trompeter Martin Hutter gilt als Weltenbummler zwischen traditioneller Blasmusik und moderner Musik (MOOP MAMA).]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<img loading="lazy" decoding="async" src="https://vg04.met.vgwort.de/na/c804e7dcc9624620ad4f1781af97ffe9" width="1" height="1" alt="">



<p class="has-normal-font-size"><strong>Martin Hutters </strong>Tätigkeit als Musiker und Trompeter könnte man recht zweifelsfrei auch in einem Wort beschreiben: Weltenbummler. Seit nunmehr zehn Jahren ist er  Gründungsmitglied und Trompeter der Brass-Band <strong>&#8222;MOOP MAMA&#8220;</strong>. Gleichzeitig kann man ihn aber ebenso leidenschaftlich bei &#8222;<strong>Ernst Hutter &amp; Die Egerländer Musikanten &#8211; Das Original</strong>&#8220; hören. Auch in der SWR Big Band trifft man ihn hin und wieder an. Kurzum ein viel beschäftigter Musiker, der in der übrigen (knappen) freien Zeit, auch gerne noch Workshops gibt und sein Wissen um die Trompete an andere Musiker vermittelt. Wie übt er eigentlich für all diese Projekte?</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="350" height="550" src="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2020/12/Martin-Hutter.webp" alt="Martin Hutter" class="wp-image-5263" srcset="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2020/12/Martin-Hutter.webp 350w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2020/12/Martin-Hutter-191x300.webp 191w" sizes="auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px" /><figcaption class="wp-element-caption">Martin Hutter</figcaption></figure>
</div>


<p class="has-normal-font-size">Darüber hinaus ist Martin seit zwei Jahren im familieneigenen Label HUTTER MUSIC aktiv.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Das Interview</h2>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Vervollständige folgenden Satz: Üben heißt für Dich….&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Seine Routine täglich zu wiederholen und sich als Instrumentalist täglich optimieren zu wollen.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Welche Musik (Album / Künstler) läuft bei dir gerade in Dauerschleife ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Momentan alles was mit der Band „BrassTracks“ zu tun hat.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Welche CD hat Dich musikalisch (auf Dein Spiel bezogen) am meisten geprägt ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Das ist für mich sehr schwer zu beantworten, da ich von klein auf unzählige, verschiedene Musikrichtungen gehört habe. Ich kann gerne einige Trompeter, die es mir sehr angetan haben, erwähnen: Bobby Show, Chuck Findley, Derek Watkins, Wayne Bergeron, Miles Davis, Freddie Hubbard …&nbsp;<br><br>Die Alben von Bobby Shew &amp; Chuck Findley mit dem Metropole Orkestra hab ich vermutlich an die 1.000x gehört. Die haben mich sicher geprägt, da ich ein ganz großer Fan von ihrem Trompetenspiel bin.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Du bist aktuell mit Eurem Verlag „Hutter Music“ sehr aktiv und ansonsten das Jahr über viel mit Moop Mama auf Tour. Da klappt das Planen der Übezeit, so wie man es sich gerne wünscht, sicher nicht immer. Hast Du an solchen Tagen eine „Minimal-Routine“, auf die Du dann zurückgreifst ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Das ist in der Tat hin und wieder sehr spannend die Zeit fürs Instrument effektiv zu nutzen. Aber ich habe mir ein Übeprogramm entwickelt, das mir hilft schnell zwischen all meinen Welten als Musiker &amp; Trompeter zu wechseln. Bei mir geht es hier viel um mentale Vorbereitung, deswegen gilt für mich die Zeit am Rechner, oder auf Tour sinnvoll zu nutzen, in dem ich ständig Musik höre. Ich weiss genau, welche Musik mich fürs Instrument sensibilisiert und gerade in solchen Stresssituationen hilft mir diese Musik für die Übeeinheit vorbereitet zu sein.</p>



<figure class="wp-block-pullquote has-text-align-left is-style-solid-color has-neve-text-color-color has-nv-site-bg-background-color has-text-color has-background"><blockquote><p>&#8222;Ich musste auch lernen Fehler zuzulassen und umso besser das jemandem fällt, desto einfacher wird es zu wachsen.&#8220;</p><cite>(Martin Hutter)</cite></blockquote></figure>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Wie gehst du mit Fehlern um ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Fehler gibt es? Spaß beiseite. Eine meiner Regeln lautet tatsächlich „lass Fehler zu“. <br>Auch ich bin oft genug nervös vor heiklen Passagen, aber im Umkehrschluss weiss ich immer, was ich in den letzten 15 Jahren als Profi gemacht habe: Spiel ich für mich ein super Konzert, fahre ich nach Hause und möchte das noch besser hinbekommen. Spiele ich ein für mich schlechtes Konzert mit „Fehlern“, passiert dasselbe. Ich musste auch lernen Fehler zuzulassen und umso besser das jemandem fällt, desto einfacher wird es zu wachsen. </p>



<p class="has-normal-font-size">Die andere Frage ist: Was sind Fehler? Sind Fehler falsche Töne oder die Herangehensweise wie ich Musik mache? Als Zuhörer ist für mich eher das Zweite ein großer Kritikpunkt, aber auch an mich selbst. Fehler sind dazu da um zu wachsen und das verstehe ich eher positiv <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Deswegen gibt es tonal keine Fehler. Man muss immer zwischen den Zeilen lesen und sich auf die Musik konzentrieren.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Viele kleine Übe-Einheiten oder lieber ein paar längere am Stück ? Und warum ?</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Regeneration ist ebenso wichtig wie die Zeit am Instrument. Wenn nicht sogar einen Tick wichtiger. Es gibt ganz verschiedenen Möglichkeiten, aber ich präferiere ganz klar kleine Übe-Einheiten von 30 Minuten, die aber ebenso kleine Pausen beinhalten. Gerade wenn nicht viel Zeit ist sich vorzubereiten, sollte man sich niemals zwingen und „over the top“ gehen.&nbsp;</p>



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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="510" height="57" src="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik.png" alt="Rastergrafik" class="wp-image-4353" srcset="https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik.png 510w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-300x34.png 300w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-260x29.png 260w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-50x6.png 50w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-150x17.png 150w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-500x57.png 500w, https://what-is-practice.de/wp-content/uploads/2022/02/Rastergrafik-190x21.png 190w" sizes="auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px" /></figure>
</div>


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<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Übst Du Gehörbildung, Harmonielehre oder Rhythmik noch gesondert in Deiner Überoutine ? Oder falls nicht, wie schaffst Du es, bewusst diese Bereiche in Dein Üben einzubauen ?</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Ich trainiere eigentlich nur meine Physis, aber klar mit Metronom und Groove. Meine Gehörbildung übe ich in dem ich ständig Musik höre. Hin und wieder schmeiss ich mich ins kalte Wasser und versuche Jazz Standards über die Anlage laufen zu lassen und beginne ohne Noten das zu erörtern. Aber Gehörbildung habe ich das letzte Mal in der Hochschule gemacht.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Wie schaffst du es / Wie hast du es geschafft Dein Üben langfristig zu strukturieren ?</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Über die Jahre habe ich mein „Workout“ und Übungen für bestimmte Bereich zusammengestellt, aber suche auch täglich nach neuen Hilfsmitteln. Ein Tagebuch in diesem Sinn habe ich nie geführt, aber über die Jahre wurde meine Struktur immer klarer, welche ich jetzt auch als Heft Band 1 veröffentlichten werde. Aber das dauert noch bis Januar. Aber es geht bei mir zu 80 Prozent um mentales Training.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong> Wie hat sich das Üben im Laufe Deiner Musiker-Karriere verändert ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Eigentlich recht radikal. In jungem Alter habe ich nie geübt. Da bin ich nur zum Üben in den Keller, damit meine Eltern nicht sauer wurden. Hier habe ich nie mit Fokus auf bestimmten Regeln geübt, sondern einfach nur gedaddelt. Irgendwann habe ich das aber umgestellt und festgestellt, wie schnell man (wenn man diszipliniert ist) mit bestimmten Regeln ans Ziel kommen kann. Seither macht mir das großen Spass. Also eigentlich wirklich radikal geändert. Aber auch die Einteilungen ändern sich immer wieder. Ich probiere gerne neue Sachen aus und wir müssen uns immer wieder anpassen, da wir uns auch ändern.</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Seit kurzen kann man sich von Dir regelmäßig Übetipps über Deinen Patreon-Kanal holen. Hast Du den Eindruck, dass sich durch diese Beschäftigung (oder durch Unterrichten allgemein) Dein Üben verändert hat ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Mir hat schon immer alles, was mit meinem Instrument zu tun hat, Spaß gemacht. Somit auch das Unterrichten. Ich liebe es anderen dabei zu helfen sich schnell zu optimieren. Für mich sind diese Momente sehr wichtig, da sie meine Methode entweder bestätigen oder mir selbst dabei helfen den Fokus zu erlangen. Aber das kommt ganz darauf an, wie man persönlich dazu steht. Wie gesagt, macht mir eigentlich alles großen Spaß.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Hast Du eine bestimmt Routine, mit der Du an ein neues Stück, das Du gerne lernen möchtest, herangehst ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Auf jeden Fall. Wenn ich mir das Stück anschaue, weiß ich welche Übungen ich zu üben habe, damit es mir leichter fällt. Angenommen man entscheidet sich für den „Hummelflug“ gibt es für mich nur „CLARKE“. Entscheide ich mich für Gordon Goodwins Big Band Charts, weiss ich auch was ich zu tun habe: „Caruso“, „Stamp“ und vieles mehr <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Üben sollte ja nicht nur monotones Wiederholen, sondern im besten Fall auch Abwechslung und Kreativität sein. Was war die letzte (neueste) Idee, die Du bei deinem eigenen Üben in letzter Zeit ausprobiert hast ?</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Ich lege mir sehr sehr gerne eigene Übungen auf. Die letzte Übung war eine echt coole Flexibilitätsübung, in der ich alles reingepackt hab, was ich trainieren muss. Höhe, Anstoss, Technik, Triolenzunge, … Insgesamt geht diese Übung durch alle Tonarten dann circa 10 Minuten. Aber man hat eigentlich alles geübt &#8211; aber sie fällt mir noch sehr schwer.</p>



<figure class="wp-block-pullquote has-text-align-left is-style-solid-color has-neve-text-color-color has-nv-site-bg-background-color has-text-color has-background"><blockquote><p>&#8222;Jedem muss klar sein, dass alles seine Zeit braucht. Das heisst man sollte immer entspannt, aber diszipliniert an sich weiter trainieren und genau das machen, was man liebt.&#8220;</p><cite>(Martin Hutter)</cite></blockquote></figure>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Hast Du einen bewusst gewählten freien Tag in der Woche ? Wie leicht fällt es Dir guten Gewissens diesen Tag auch wirklich frei zu halten ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Diese Frage ist sehr gut. Ich hab das jahrelang immer wieder vergessen. Aber wie oben schon erwähnt, braucht man Regeneration. Ich teile mir das eigentlich so ein, wie es sich anfühlt. Aber um es an einem Beispiel zu zeigen:</p>



<p class="has-normal-font-size">Wenn dieser Optimalfall eintreten sollte schaut meine Vorbereitung für ein Konzert am Freitag so aus, dass ich Montag ganz entspannt  eine Stunde übe und das jeden Tag um 15 &#8211; 30 Minuten verlängere. Am Donnerstag ist dann tagsüber eine Pause, dennoch versuche ich abends für 5 Minuten kurz ranzugehen. Entweder um das schlechte Gewissen zu besänftigen, zu sehen, dass ich tatsächlich Pause brauche, oder meine Vorfreude auf den folgenden Tag zu steigern.&nbsp;</p>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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</div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Early Bird oder lieber spät am Abend üben ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Ganz egal. Morgens fällt es manchmal leichter… manchmal auch nicht. Für mich ganz klar Kopfsache.</p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Was lernst (übst) Du gerade, was Du noch nicht kannst ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Momentan versuche ich meine Triolenzunge zu optimieren. Die rennt mir schon zu lange weg <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Welchen Tipp würdest Du Deinem jüngerem, Erstsemester-Musikstudenten-Ich gerne mitgeben, um den Du damals froh gewesen wärst ?&nbsp;</strong></p>



<p class="has-normal-font-size">Von klein auf habe ich durch mein Vater und seine Kollegen das Privileg gehabt schon früh gute Tipps zu bekommen. Vor allem die menschlichen Tipps haben mir immer am meisten geholfen. Jedem muss klar sein, dass alles seine Zeit braucht. Das heisst man sollte immer entspannt, aber diszipliniert an sich weiter trainieren und genau das machen, was man liebt. Sei musikalisch so vielfältig, wie du sein kannst. Jede Musikrichtung (sei es Klassik, Jazz, Blasmusik, Pop), zu komponieren oder zu unterrichten hilft dir auf deinem Weg ein besserer Musiker zu werden. Es gibt keinen schlechten Input, es kommt nur darauf an, was du damit machst.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-pullquote has-text-align-left is-style-solid-color has-neve-text-color-color has-nv-text-dark-bg-background-color has-text-color has-background"><blockquote><p>&#8222;Es gibt keinen schlechten Input, es kommt nur darauf an, was du damit machst.&#8220;</p><cite>(Martin Hutter)</cite></blockquote></figure>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p></p>
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